Wolfgang Aulbach | WAUL

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„(...) Überhaupt ist die Verdichtung das waltende Prinzip. Dem kommt der Baumstamm als Rohstoff der Holzbildhauerei entgegen.

 

Je länger wir diese vermeintlich so rohen Figuren betrachten, desto klarer wird, um was für einen raffinierten Barbaren es sich bei ihrem Urheber handelt. Und um was für einen amüsanten Tabubrecher. Präsentiert er seine oft beklemmend emotional aufgeladenen Themen doch andererseits mit einem gerüttelten Maß erlösenden Humors. Vom Makabren reicht sein Schaffensspektrum daher bruchlos über Gesellschaftskritik, gepfefferten Sex-and-Crime, bis zum launigen weiblichen Akt oder, immer wieder neu angepackt, zum selbstironischen Selbstbildnis. Mit seiner Art, die Menschenfigur mit poppig bunten Attributen zu bereichern, verleiht er archaischer Holzbildhauerei und biblischer Thematik, vorzugsweise Eva, Schlange und Paradiesesfrucht ein ganz zeitgenössisches Gepräge.“

 

Dr. Roland Held, Kunsthistoriker, Darmstadt